a-Deklination Latein — Endungen, Tabelle (puella) und Beispiele

Die a-Deklination ist die 1. Deklination des Lateinischen — und meist die erste, die man überhaupt lernt. Ihre Nomen enden im Nominativ Singular auf -a (puella, femina, terra) und sind fast alle feminin. Wer die a-Deklination sicher beherrscht, hat das Fundament gelegt, auf dem alle anderen Deklinationen aufbauen. Dieser Artikel gehört zum Latein-lernen-Bereich von Lapicida.
- Alle Endungen der a-Deklination — Singular und Plural
- Die vollständige Tabelle am Beispiel puella
- Genus-Regel und die maskulinen Ausnahmen (nauta, agricola, poeta)
- Die 6 Kasus im Satz — mit Beispielen und häufigen Fehlern
Was ist die a-Deklination?
Die a-Deklination (1. Deklination) ist die Gruppe lateinischer Nomen, deren Stamm auf -a endet. Man erkennt sie sicher am Genitiv Singular auf -ae. Die meisten dieser Nomen sind feminin, etwa puella (das Mädchen) oder terra (die Erde). Sie ist eine der fünf lateinischen Deklinationen.
Die Endungen der a-Deklination
Diese sechs Endungspaare gelten für jedes Nomen der a-Deklination. Wer sie einmal sicher beherrscht, kann jedes a-Nomen deklinieren:
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | -a | -ae |
| Genitiv | -ae | -arum |
| Dativ | -ae | -is |
| Akkusativ | -am | -as |
| Ablativ | -a | -is |
| Vokativ | -a | -ae |
Erkennungsmerkmal: Der Genitiv Singular auf -ae verrät die a-Deklination. Deshalb steht im Wörterbuch immer die Genitivform dabei: puella, puellae. Sehen wir -ae, wissen wir: 1. Deklination.
Die a-Deklination-Tabelle am Beispiel puella
puella, puellae f. — das Mädchen
| Kasus | Singular | Plural | Funktion |
|---|---|---|---|
| Nominativ | puella | puellae | Subjekt |
| Genitiv | puellae | puellarum | Besitz / Zugehörigkeit |
| Dativ | puellae | puellis | indirektes Objekt |
| Akkusativ | puellam | puellas | direktes Objekt |
| Ablativ | puella | puellis | Umstand / Mittel |
| Vokativ | puella | puellae | Anrede |
Genau nach diesem Muster gehen femina (die Frau), terra (die Erde), aqua (das Wasser), silva (der Wald) und alle anderen a-Nomen. Eine Übersicht über alle Klassen bietet unsere Latein-Deklinationstabelle.
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Genus: Warum fast alle a-Nomen feminin sind
Die Grundregel lautet: Nomen der a-Deklination sind feminin. Das gilt für die große Mehrheit — puella, femina, terra, aqua, via, vita. Es gibt aber eine wichtige Gruppe maskuliner Ausnahmen: Wörter, die männliche Personen oder Berufe bezeichnen, sind maskulin, obwohl sie auf -a enden:
- nauta — der Seemann
- agricola — der Bauer
- poeta — der Dichter
- incola — der Einwohner
- pirata — der Pirat, scriba — der Schreiber, collega — der Amtsgenosse
Wichtig ist das für die Kongruenz: Ein Adjektiv richtet sich nach dem Genus, nicht nach der Endung. Es heißt nauta bonus (der gute Seemann), nicht nauta bona — auch wenn beide auf -a enden.
Kleine Spezialität: Um dea (Göttin) und filia (Tochter) im Dativ/Ablativ Plural klar von deus (Gott) und filius (Sohn) zu unterscheiden, benutzt man die Form auf -abus: deabus, filiabus.
Die 6 Kasus im Satz — mit Beispielen
Der Kasus zeigt die Rolle des Nomens im Satz. Hier dieselbe puella in allen sechs Kasus:
| Kasus | Beispielsatz | Übersetzung |
|---|---|---|
| Nominativ | Puella in horto sedet. | Das Mädchen sitzt im Garten. |
| Genitiv | Casa puellae parva est. | Das Haus des Mädchens ist klein. |
| Dativ | Amica puellae epistulam scribit. | Die Freundin schreibt dem Mädchen einen Brief. |
| Akkusativ | Femina puellam vocat. | Die Frau ruft das Mädchen. |
| Ablativ | Puella aqua plantas rigat. | Das Mädchen bewässert die Pflanzen mit Wasser. |
| Vokativ | „Veni huc, puella!“ | „Komm her, Mädchen!“ |
Häufige Fehler bei der a-Deklination
- Nominativ und Ablativ Singular verwechseln: Beide enden auf -a (puella). Nur der Satzzusammenhang — oft eine Präposition wie cum oder in — zeigt den Ablativ. (In der Aussprache trennt sie die Länge: kurzes -a im Nominativ, langes -ā im Ablativ.)
- -ae ist dreideutig: Genitiv Singular, Dativ Singular und Nominativ Plural haben alle die Endung -ae. Welche Form gemeint ist, entscheidet der Satz.
- -arum mit -orum verwechseln: Der Genitiv Plural der a-Deklination endet auf -arum (puellarum), der der o-Deklination auf -orum.
- Maskuline Ausnahmen falsch angleichen: nauta, agricola, poeta sind maskulin — das Adjektiv steht männlich (poeta clarus, nicht poeta clara).
Häufige Fragen zur a-Deklination
Was ist die a-Deklination im Lateinischen?
Die a-Deklination ist die 1. Deklination. Zu ihr gehören Nomen, deren Stamm auf -a endet und deren Genitiv Singular auf -ae ausgeht, zum Beispiel puella, puellae. Die meisten dieser Nomen sind feminin.
Wie erkenne ich die a-Deklination?
Am Genitiv Singular auf -ae. Deshalb steht im Wörterbuch die Genitivform dabei: puella, puellae. Endet der Genitiv Singular auf -ae, gehört das Wort zur 1. Deklination.
Welche a-Nomen sind maskulin?
Wörter, die männliche Personen oder Berufe bezeichnen: nauta (Seemann), agricola (Bauer), poeta (Dichter), incola (Einwohner), pirata, scriba, collega. Sie enden auf -a, sind aber maskulin — das Adjektiv steht entsprechend männlich.
Wie unterscheide ich Nominativ und Ablativ Singular?
Beide enden auf -a. Nur der Satzzusammenhang entscheidet — häufig eine Präposition wie cum oder in beim Ablativ. In der Aussprache ist der Ablativ lang (-ā), der Nominativ kurz (-a).
Wann lernt man die a-Deklination?
Die a-Deklination steht ganz am Anfang des Lateinunterrichts, meist im 1. Lernjahr. Sie ist zusammen mit der o-Deklination die Basis, auf der alle weiteren Formen aufbauen.
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