Credo auf Latein — Nicänisches Glaubensbekenntnis

Das Credo — das nicänische Glaubensbekenntnis auf Latein — ist das Bekenntnis, das in der Sonntagsmesse gesprochen wird. Es beginnt mit „Credo in unum Deum“ („Ich glaube an den einen Gott“) und legt den Glauben an die Dreifaltigkeit, die Menschwerdung und das ewige Leben dar.
Auf dieser Seite findest du den vollständigen lateinischen Text, eine Übersetzung Zeile für Zeile, die Bedeutung, die Herkunft und einen Aussprache-Hinweis:
- den vollständigen lateinischen Text des Credo (Glaubensbekenntnisses)
- die deutsche Übersetzung Zeile für Zeile
- Bedeutung, Herkunft und kirchenlateinische Aussprache
Wer das Credo nicht nur beten, sondern den lateinischen Text auch lesen und verstehen lernen möchte, findet es als Lektüre in der Lapicida-App — Wort für Wort erschlossen, mit einer vereinfachten Einstiegsstufe.
Wie lautet das Credo (Glaubensbekenntnis) auf Latein?
Das Credo beginnt: „Credo in unum Deum, Patrem omnipotentem“ („Ich glaube an den einen Gott, den allmächtigen Vater“) und endet: „et vitam venturi saeculi. Amen.“ („und das Leben der kommenden Welt. Amen.“). Es ist die Messform, das Symbolum Nicaeno-Constantinopolitanum.
Nicänisches Glaubensbekenntnis — lateinischer Text mit Übersetzung Zeile für Zeile
Hier steht das vollständige Credo in der traditionellen römischen Messform (links Latein, rechts die deutsche Übersetzung):
| Latein | Deutsch |
|---|---|
| Credo in unum Deum, Patrem omnipotentem, factorem caeli et terrae, visibilium omnium et invisibilium. | Ich glaube an den einen Gott, den allmächtigen Vater, den Schöpfer des Himmels und der Erde, aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge. |
| Et in unum Dominum Iesum Christum, Filium Dei unigenitum, et ex Patre natum ante omnia saecula. | Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit. |
| Deum de Deo, Lumen de Lumine, Deum verum de Deo vero, genitum non factum, consubstantialem Patri; per quem omnia facta sunt. | Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen. |
| Qui propter nos homines et propter nostram salutem descendit de caelis. | Der für uns Menschen und zu unserem Heil vom Himmel herabgestiegen ist. |
| Et incarnatus est de Spiritu Sancto ex Maria Virgine, et homo factus est. | Und er hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist aus Maria, der Jungfrau, und ist Mensch geworden. |
| Crucifixus etiam pro nobis sub Pontio Pilato, passus et sepultus est, et resurrexit tertia die, secundum Scripturas, et ascendit in caelum, sedet ad dexteram Patris. | Er ist auch für uns unter Pontius Pilatus gekreuzigt worden, hat gelitten und ist begraben worden, und ist am dritten Tag auferstanden gemäß den Schriften, und aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten des Vaters. |
| Et iterum venturus est cum gloria, iudicare vivos et mortuos, cuius regni non erit finis. | Und er wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten, und seines Reiches wird kein Ende sein. |
| Et in Spiritum Sanctum, Dominum et vivificantem, qui ex Patre Filioque procedit. | Und an den Heiligen Geist, den Herrn und Lebensspender, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht. |
| Qui cum Patre et Filio simul adoratur et conglorificatur: qui locutus est per prophetas. | Der mit dem Vater und dem Sohn zugleich angebetet und verherrlicht wird: der gesprochen hat durch die Propheten. |
| Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam. | Und an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. |
| Confiteor unum baptisma in remissionem peccatorum. | Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. |
| Et expecto resurrectionem mortuorum, et vitam venturi saeculi. Amen. | Und ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt. Amen. |
Grammatik-Notiz für Lernende: Credo in unum Deum nutzt credere in + Akkusativ (kirchenlateinisch für „glauben an“), wo das klassische Latein den Dativ setzt. Achte auf die Fachbegriffe: genitum non factum („gezeugt, nicht geschaffen“) und consubstantialem („eines Wesens mit“).
Bedeutung: das Glaubensbekenntnis
Das Credo bekennt den einen Gott in drei Personen: den Vater, den Schöpfer aller Dinge; den Sohn, consubstantialem Patri (eines Wesens mit dem Vater), der Mensch wurde, starb, auferstand und wiederkommen wird; und den Heiligen Geist, qui ex Patre Filioque procedit (der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht). Es schließt mit dem Glauben an die eine Kirche, die eine Taufe und die Auferstehung der Toten. Die westliche Fassung trägt das Filioque („und dem Sohn“).
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So liest du es in der App — Wort für Wort
In der Lapicida-App ist das Credo als gestufte Lektüre angelegt: erst eine vereinfachte Einstiegsstufe, dann das vollständige Original — jede Zeile Wort für Wort erschlossen, mit Vokabelhilfe und Formbestimmung. So wird das lange Bekenntnis Schritt für Schritt lesbar.
Herkunft und Aussprache
Das nicänische Glaubensbekenntnis wurde auf den Konzilien von Nicäa (325) und Konstantinopel (381) formuliert, um die wahre Gottheit des Sohnes und des Heiligen Geistes zu bekennen. Seine lateinische Messform, Credo in unum Deum, steht im Missale Romanum; die Westkirche fügt das Filioque hinzu.
Aussprache (Kirchenlatein): Credo = „KRE-do“; caeli = „TSCHE-li“ (c vor ae = „tsch“); consubstantialem = „kon-sub-stan-tsi-A-lem“ (ti vor Vokal = „tsi“).
Das Credo gehört zum Messordinarium, neben dem Agnus Dei. Siehe auch das Te Deum und die Vulgata, die lateinische Bibel.
Häufige Fragen zum Credo
Was ist das nicänische Glaubensbekenntnis auf Latein?
Es ist das Credo, das in der Messe gesprochene Glaubensbekenntnis, das mit ‚Credo in unum Deum‘ (‚Ich glaube an den einen Gott‘) beginnt. Es bekennt die Dreifaltigkeit, die Menschwerdung und das ewige Leben und stammt von den Konzilien Nicäa (325) und Konstantinopel (381).
Was heißt Credo in unum Deum?
‚Ich glaube an den einen Gott.‘ Es ist der Anfang des Credo in seiner lateinischen Messform, gefolgt von ‚Patrem omnipotentem‘ — ‚den allmächtigen Vater‘.
Was ist das Filioque?
Filioque heißt ‚und dem Sohn‘. Im westlichen (lateinischen) Credo geht der Heilige Geist ‚ex Patre Filioque‘ hervor — ‚aus dem Vater und dem Sohn‘. Es ist ein Kennzeichen der westlichen Fassung.
Was bedeutet consubstantialem?
Consubstantialem Patri heißt ‚eines Wesens (einer Substanz) mit dem Vater‘. Es bekräftigt, dass der Sohn wahrer Gott ist — die Kernlehre des Konzils von Nicäa.
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