Die Seligpreisungen auf Latein — Text & Übersetzung (Mt 5)

Die Bergpredigt: Jesus lehrt die Seligpreisungen

Die Seligpreisungen auf Latein eröffnen die Bergpredigt (Matthäus 5,3–12) — die acht Seligpreisungen, die mit „Beati pauperes spiritu“ („Selig sind die Armen im Geiste“) beginnen. Sie gehören zu den bekanntesten Worten des Evangeliums, hier im Latein der Vulgata.

Auf dieser Seite findest du den vollständigen lateinischen Text, eine Übersetzung Zeile für Zeile, die Bedeutung, die Herkunft und einen Aussprache-Hinweis:

  • den vollständigen lateinischen Text der Seligpreisungen
  • die deutsche Übersetzung Zeile für Zeile
  • Bedeutung, Herkunft (die Vulgata) und Aussprache

Wer die Seligpreisungen nicht nur lesen, sondern das Latein auch verstehen und übersetzen lernen möchte, findet sie als gestufte Lektüre in der Lapicida-App — Wort für Wort erschlossen.

Wie lauten die Seligpreisungen auf Latein?

Die Seligpreisungen beginnen: „Beati pauperes spiritu, quoniam ipsorum est regnum caelorum“ — „Selig sind die Armen im Geiste, denn ihnen gehört das Himmelreich.“ Es sind die acht Seligpreisungen, die Jesu Bergpredigt in Matthäus 5 eröffnen.

Die Seligpreisungen — lateinischer Text mit Übersetzung Zeile für Zeile

Hier stehen die Seligpreisungen im Latein der Vulgata (links Latein, rechts die deutsche Übersetzung):

LateinDeutsch
Beati pauperes spiritu, quoniam ipsorum est regnum caelorum.Selig sind die Armen im Geiste, denn ihnen gehört das Himmelreich.
Beati mites, quoniam ipsi possidebunt terram.Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land besitzen.
Beati, qui lugent, quoniam ipsi consolabuntur.Selig sind, die trauern, denn sie werden getröstet werden.
Beati, qui esuriunt et sitiunt iustitiam, quoniam ipsi saturabuntur.Selig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden satt werden.
Beati misericordes, quoniam ipsi misericordiam consequentur.Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Beati mundo corde, quoniam ipsi Deum videbunt.Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.
Beati pacifici, quoniam filii Dei vocabuntur.Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Beati, qui persecutionem patiuntur propter iustitiam, quoniam ipsorum est regnum caelorum.Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen Verfolgung erleiden, denn ihnen gehört das Himmelreich.
Beati estis cum maledixerint vobis et persecuti vos fuerint et dixerint omne malum adversum vos, mentientes, propter me.Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und euch verfolgen und alles Böse gegen euch reden — lügnerisch — um meinetwillen.
Gaudete et exsultate, quoniam merces vestra copiosa est in caelis.Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist reichlich im Himmel.
Sic enim persecuti sunt prophetas, qui fuerunt ante vos.Denn so haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind.

Grammatik-Notiz für Lernende: Jede Seligpreisung folgt demselben Muster — Beati („selig“) + eine Gruppe, dann quoniam („denn, weil“) + eine Verheißung im Futur Passiv (consolabuntur „sie werden getröstet werden“, saturabuntur „sie werden satt werden“). Das Verb „sind“ ist mitzudenken: Beati [sunt]…

Bedeutung: die acht Seligpreisungen

Die Seligpreisungen stellen die Werte der Welt auf den Kopf: die Armen, die Trauernden, die Sanftmütigen und die Verfolgten heißen beati — selig, wahrhaft glücklich — wegen dessen, was Gott ihnen verheißt. Sie eröffnen die Bergpredigt und fassen den Kern der Lehre Jesu. Das lateinische beatus heißt zugleich „selig“ und „glücklich“.

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So liest du es in der App — Wort für Wort

In der Lapicida-App sind die Seligpreisungen als gestufte Lektüre angelegt: der vollständige lateinische Text, Wort für Wort erschlossen — mit Vokabelhilfe, Formbestimmung und Übersetzung. Zur Lektüre in der App.

Herkunft und Aussprache

Die Seligpreisungen stehen am Anfang der Bergpredigt, Matthäus 5,3–12. Dieser lateinische Text ist die Vulgata des heiligen Hieronymus (um 400 n. Chr.), die Bibel der Westkirche über mehr als tausend Jahre.

Aussprache (Kirchenlatein): Beati = „be-A-ti“; caelorum = „tsche-LO-rum“ (c vor ae = „tsch“); iustitiam = „ju-STI-tsi-am“.

Die Seligpreisungen gehören zur Bergpredigt, in der auch das Pater noster steht (Matthäus 6). Siehe auch die Vulgata, die lateinische Bibel.

Häufige Fragen zu den Seligpreisungen

Was sind die Seligpreisungen auf Latein?

Es sind die acht Seligpreisungen, die die Bergpredigt eröffnen (Matthäus 5,3-12), beginnend mit ‚Beati pauperes spiritu‘ — ‚Selig sind die Armen im Geiste‘. Dieser lateinische Text stammt aus der Vulgata.

Was bedeutet Beati?

Beati ist der Plural von beatus, das zugleich ’selig‘ und ‚glücklich‘ heißt. ‚Beati pauperes spiritu‘ heißt ‚Selig sind die Armen im Geiste‘.

Wie viele Seligpreisungen gibt es?

Traditionell acht (Matthäus 5,3-10), dazu eine neunte, längere Seligpreisung der Verfolgten (5,11-12). Alle findest du auf dieser Seite auf Latein und Deutsch.

Woher stammen die Seligpreisungen?

Vom Anfang der Bergpredigt Jesu, Matthäus 5. Das Latein ist die Vulgata des heiligen Hieronymus (um 400 n. Chr.).

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