Sensus — Polysemie-Trainer für Latein
Was ist das?
Sensus trainiert, dass ein lateinisches Wort je nach Kontext etwas anderes bedeutet. res heißt mal „Sache“, mal „Staat“, mal „Angelegenheit“ — welche Bedeutung stimmt, verrät nur der Satz drumherum. Genau das ist der Punkt, an dem Übersetzungen kippen: nicht am unbekannten Wort, sondern am bekannten Wort in der falschen Bedeutung.
Was übe ich hier?
Polysemie — die verschiedenen Bedeutungen eines Wortes und wie du am Kontext erkennst, welche gemeint ist. Die Lern-Einheit ist das Paar (Wort, Sinn): res als „Sache“, res als „Staat“ und res als „Angelegenheit“ sind drei eigene Karten mit eigenem Lernstand. Trainiert werden nur echte Bedeutungsunterschiede, keine festen Wendungen.
Wie übe ich hier?
Ein Satz erscheint, in dem ein Polysem vorkommt, und du entscheidest, welche Bedeutung hier passt. Wie du das tust, wechselt je nach Lernstand:
- Multiple Choice: die passende Bedeutung aus mehreren wählen.
- Von Deutsch nach Latein: die Bedeutung ist vorgegeben, du wählst das passende lateinische Wort.
- Kontrast — anklicken: zwei Sätze mit demselben Wort, du klickst den, in dem die gefragte Bedeutung steckt.
- Kontrast — zuordnen: mehrere Sätze und mehrere Bedeutungen — du bringst beides zusammen.
Features
- Paar-Prinzip (Wort, Sinn): Jede Bedeutung hat ihren eigenen Lernstand — du übst gezielt die Bedeutung, die dir Probleme macht.
- Vier Abfrage-Arten (MC, Deutsch → Latein, Kontrast anklicken, Kontrast zuordnen), box-gesteuert.
- Nur echte Polysemie: keine Kollokationen oder Funktionsverbgefüge — sondern Wörter, die wirklich mehrere Bedeutungen tragen.
- Level-Kopplung ans Satzquiz: Sensus zeigt dir Polyseme passend zu deinem Satzquiz-Fortschritt — nichts, was weit über deinem Stand liegt.
- Frische Sätze zur Laufzeit: neue Beispiele kommen automatisch nach, ohne App-Update.
Wie sehen die Hilfestellungen aus?
Wählst du die falsche Bedeutung, stellt Sensus die Sätze gegenüber: Hier heißt res „Staat“, dort „Sache“ — und du siehst, welches Signal im Satz den Unterschied macht. Statt einer Vokabelgleichung „res = Sache“ lernst du, auf den Kontext zu achten. Genau der Kontrast ist die Hilfe.
Wie sieht das LRS-Feature hier aus?
Auf Wunsch OpenDyslexic-Schrift, größerer Buchstabenabstand und ein ruhiges Tempo ohne Zeitdruck. Die Sätze sind kurz und der Fokus liegt auf einem einzigen Wort — das hält die Leselast klein. Du korrigierst deine Fehler selbst — erst mit der richtigen Zuordnung geht es weiter. Ein Fehler wirft dich nie auf null zurück; die Karte kommt einfach wieder.
Wie lerne ich hier?
Technisch: Jedes Paar (Wort, Sinn) ist eine eigene Karte mit eigenem Box-Stand und Spaced-Repetition-Wiederholung; die Abfrage-Art wechselt mit der Box. Welche Polyseme erscheinen, ist an deinen Satzquiz-Fortschritt gekoppelt (per Lehrer-Policy steuerbar).
Wissenschaftlich: Bedeutungen im direkten Kontrast zu lernen ist wirksamer als jede Bedeutung für sich — der Vergleich zwingt zum Unterscheiden, eine wünschenswerte Erschwernis (Bjork, 1994). Und eine Bedeutung im echten Satzkontext aktiv zu bestimmen, statt eine Vokabelgleichung abzurufen, verankert sie tiefer (Testing-Effekt, Roediger & Karpicke, 2006). Darauf ist Sensus gebaut.
Häufige Fragen
Wofür brauche ich Sensus, wenn ich schon Vokabeln lerne?
Weil viele Wörter mehr als eine Bedeutung haben und die meisten Übersetzungsfehler genau daher kommen: bekanntes Wort, falsche Bedeutung. Sensus trainiert das, was eine Vokabelliste nicht kann — die richtige Bedeutung am Kontext erkennen.
Ist Sensus kostenlos?
Ja, zum Ausprobieren: Ohne Lizenz übst du mit 12 Wörtern in 15 kurzen Sätzen (Level L3), darunter res, causa und vis. Mit der Vollversion sind es 69 Wörter mit 248 Bedeutungen in über 700 Sätzen (Stand Oktober 2026), bis zu Originalsätzen von Caesar, Cicero und Sallust.
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Den Einstieg in Sensus probierst du direkt aus — kein Account, keine Kreditkarte. Kostenlos starten →
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