Was ist das?

Das Curriculum ist dein Lernweg durch Lapicida — die Antwort auf die Frage „Was ist als Nächstes dran?“. Es ist selbst kein Trainer, sondern die Klammer über allen Trainern: Es sorgt dafür, dass Sätze, Formen und Konstruktionen in einer sinnvollen Reihenfolge zu dir kommen, statt dich mit allem auf einmal zu überfahren. Du entscheidest dabei, wie eng dich diese Führung an die Hand nimmt — und genau dafür gibt es zwei Modi.

Zwei Modi: frei oder geführt

lapicida screenshot curriculum

Selbstlerner-Modus. Hier wählst du frei, was du üben willst — kein Gitter, keine Reihenfolge, keine Freischaltung. Dieser Modus ist gemacht für alle, die schon etwas mitbringen: für höhere Klassenstufen, fürs Studium, fürs Latinum oder zum Auffrischen nach einer Pause. Du weißt selbst, wo du stehst und woran du arbeiten willst — also lässt dich die App genau das tun, ohne dir einen Lehrplan überzustülpen.

Curriculum-Modus. Für alle, die einem Lehrplan folgen — typischerweise im Schulunterricht. Hier sind die Inhalte nach Lernjahr geordnet: Du stellst dein Lernjahr ein, und die App schaltet passend dazu die richtigen Inhalte und Level frei. Du siehst, was dran ist, und wirst nicht mit Stoff konfrontiert, den du im Unterricht noch gar nicht hattest. So läuft die App im Gleichschritt mit deinem Kurs.

Der Lehrplan, an dem wir uns orientieren

Der Curriculum-Modus folgt dem üblichen Aufbau des gymnasialen Lateinunterrichts — der Reihenfolge, in der Grammatik über die Lernjahre eingeführt wird. Grob sieht dieser Fahrplan so aus (Schulen und Bundesländer weichen im Detail leicht voneinander ab):

  • 1. Lernjahr: die Grundlagen — a-, o- und konsonantische Deklination, die Fälle, Präsens der Konjugationen, esse und posse, Adjektive, Präpositionen, Personal- und Possessivpronomen; gegen Ende ein erster, vorsichtiger Blick auf den AcI.
  • 2. Lernjahr: die Vergangenheitszeiten (Perfekt, Plusquamperfekt) und das Futur, die 3. Deklination, der Relativsatz, das Passiv, die Partizipien (PPA/PPP) und das Participium coniunctum.
  • 3. Lernjahr: die großen Konstruktionen — Partizipialkonstruktionen vertieft, der Ablativus absolutus, der Konjunktiv (Irrealis, ut– und cum-Sätze).
  • 4. Lernjahr: der Feinschliff — indirekte Fragesätze, Consecutio temporum, Konjunktiv im Hauptsatz, Deponentien, Gerundium und Gerundivum, Steigerung.

Wichtig: Das ist eine allgemeine Progression, kein bestimmtes Schulbuch. Du kannst den Curriculum-Modus also nutzen, egal mit welchem Buch du in der Schule arbeitest.

Was das in der App bewirkt

Diese Progression steckt in Lapicida als Kette von Levels — L3 bis L27. Jeder Übungssatz und jede Konstruktion hängt an einem dieser Level. Stellst du im Curriculum-Modus dein Lernjahr ein, schaltet die App genau die Level frei, die dazu gehören — und hält den weiter fortgeschrittenen Stoff so lange zurück, bis er dran ist. Du arbeitest dich Level für Level nach oben, auf sicherem Boden, ohne Lücken.

Dazu trägt jeder einzelne Satz zwei Schwierigkeits-Werte — sein „Band“: eines für die Lese-Schwierigkeit (wie schwer der Satz überhaupt zu lesen ist — Wortschatz, Länge, Satzbau) und eines für die Ziel-Schwierigkeit (die grammatische Konstruktion, die du gerade daran üben sollst). Diese Trennung ist der Clou: So kann die App dir eine schwierige Konstruktion an einem sprachlich leichten Satz zeigen — du übst das Neue, ohne gleichzeitig am Vokabular zu scheitern. Der Anspruch passt zum einzelnen Satz, nicht pauschal zur Lektion.

Wie hängt es mit den Modulen zusammen?

Das Curriculum steuert nicht ein Modul, sondern alle: Vokabeltrainer, Formentrainer, Satzquiz, Sensus und Lektüre schöpfen aus derselben Satzdatenbank. Stellst du dein Lernjahr ein, bekommst du überall die dazu passenden Sätze und Level — die Trainer bleiben, was sie sind, aber die Auswahl richtet sich nach deinem Stand. So ziehen die Module an einem Strang, statt jeweils ihr eigenes Tempo vorzugeben.

Für Lehrkräfte

Unterrichtest du eine Klasse, kannst du das Lernjahr der Klasse zentral setzen. Dann sehen deine Schülerinnen und Schüler genau die Inhalte, die zu ihrem Jahr passen — ohne dass du einzelne Level von Hand freischaltest oder jede und jeder selbst die richtige Einstellung finden muss. Die App bleibt so im Takt mit deinem Unterricht: Was ihr im Kurs behandelt habt, ist freigeschaltet; was noch kommt, wartet. Das Curriculum orientiert sich am üblichen Aufbau des Lateinunterrichts, ist aber an kein bestimmtes Lehrwerk gebunden.

Was du davon hast

Praktisch: Du musst nie raten, ob ein Satz „zu früh“ für dich ist. Der Modus Curriculum nimmt dir die Reihenfolge ab; der Modus Selbstlerner gibt sie dir zurück, wenn du sie selbst in der Hand haben willst. Beides ohne Umbau — ein Umschalten genügt.

Wissenschaftlich: Ein Lernweg, der die Schwierigkeit passend dosiert, hält dich in dem Bereich, in dem echtes Lernen passiert — fordernd, aber nicht überfordernd. Solche gut gewählten Hürden nennt die Lernforschung „desirable difficulties“: Sie fühlen sich anstrengender an, verankern aber nachhaltiger (Bjork, 1994). Genau dafür ist das Satz-Band da.

Häufige Fragen

Muss ich mich für einen Modus entscheiden?

Nein. Du kannst jederzeit zwischen Selbstlerner und Curriculum wechseln — dein Fortschritt bleibt in beiden Modi erhalten.

Ist das Curriculum an ein Schulbuch gebunden?

Nein. Es folgt dem allgemeinen Aufbau des Lateinunterrichts nach Lernjahr, nicht einem einzelnen Lehrwerk. Du kannst es also unabhängig davon nutzen, mit welchem Buch du in der Schule arbeitest.

Woher weiß die App, was ich schon kann?

Im Curriculum-Modus über dein eingestelltes Lernjahr (bzw. das von der Lehrkraft gesetzte Klassen-Lernjahr). Als Selbstlerner entscheidest du selbst, was freigeschaltet ist.

Jetzt ausprobieren

Stell dein Lernjahr ein oder leg als Selbstlerner einfach los — kein Account, keine Kreditkarte. Kostenlos starten →


← Zurück zur Übersicht · weiter zur Geschichte oder zu den Einstellungen