Was ist das?

Sensus trainiert, dass ein lateinisches Wort je nach Kontext etwas anderes bedeutet. res heißt mal „Sache“, mal „Staat“, mal „Angelegenheit“ — welche Bedeutung stimmt, verrät nur der Satz drumherum. Genau das ist der Punkt, an dem Übersetzungen kippen: nicht am unbekannten Wort, sondern am bekannten Wort in der falschen Bedeutung.

Was übe ich hier?

Polysemie — die verschiedenen Bedeutungen eines Wortes und wie du am Kontext erkennst, welche gemeint ist. Die Lern-Einheit ist das Paar (Wort, Sinn): res als „Sache“, res als „Staat“ und res als „Angelegenheit“ sind drei eigene Karten mit eigenem Lernstand. Trainiert werden nur echte Bedeutungsunterschiede, keine festen Wendungen.

Wie übe ich hier?

Ein Satz erscheint, in dem ein Polysem vorkommt, und du entscheidest, welche Bedeutung hier passt. Wie du das tust, wechselt je nach Lernstand:

  • Multiple Choice: die passende Bedeutung aus mehreren wählen.
  • Kontrast — anklicken: zwei Sätze mit demselben Wort, du klickst den, in dem die gefragte Bedeutung steckt.
  • Kontrast — zuordnen: mehrere Sätze und mehrere Bedeutungen — du bringst beides zusammen.

Features

  • Paar-Prinzip (Wort, Sinn): Jede Bedeutung hat ihren eigenen Lernstand — du übst gezielt die Bedeutung, die dir Probleme macht.
  • Drei Abfrage-Arten (MC, Kontrast anklicken, Kontrast zuordnen), box-gesteuert.
  • Nur echte Polysemie: keine Kollokationen oder Funktionsverbgefüge — sondern Wörter, die wirklich mehrere Bedeutungen tragen.
  • Level-Kopplung ans Satzquiz: Sensus zeigt dir Polyseme passend zu deinem Satzquiz-Fortschritt — nichts, was weit über deinem Stand liegt.
  • Frische Sätze zur Laufzeit: neue Beispiele kommen automatisch nach, ohne App-Update.

Wie sehen die Hilfestellungen aus?

Wählst du die falsche Bedeutung, stellt Sensus die Sätze gegenüber: Hier heißt res „Staat“, dort „Sache“ — und du siehst, welches Signal im Satz den Unterschied macht. Statt einer Vokabelgleichung „res = Sache“ lernst du, auf den Kontext zu achten. Genau der Kontrast ist die Hilfe.

Wie sieht das LRS-Feature hier aus?

Auf Wunsch OpenDyslexic-Schrift, größerer Buchstabenabstand und ein ruhiges Tempo ohne Zeitdruck. Die Sätze sind kurz und der Fokus liegt auf einem einzigen Wort — das hält die Leselast klein. Du korrigierst deine Fehler selbst — erst mit der richtigen Zuordnung geht es weiter. Ein Fehler wirft dich nie auf null zurück; die Karte kommt einfach wieder.

Wie lerne ich hier?

Technisch: Jedes Paar (Wort, Sinn) ist eine eigene Karte mit eigenem Box-Stand und Spaced-Repetition-Wiederholung; die Abfrage-Art wechselt mit der Box. Welche Polyseme erscheinen, ist an deinen Satzquiz-Fortschritt gekoppelt (per Lehrer-Policy steuerbar).

Wissenschaftlich: Bedeutungen im direkten Kontrast zu lernen ist wirksamer als jede Bedeutung für sich — der Vergleich zwingt zum Unterscheiden, eine wünschenswerte Erschwernis (Bjork, 1994). Und eine Bedeutung im echten Satzkontext aktiv zu bestimmen, statt eine Vokabelgleichung abzurufen, verankert sie tiefer (Testing-Effekt, Roediger & Karpicke, 2006). Darauf ist Sensus gebaut.

Häufige Fragen

Wofür brauche ich Sensus, wenn ich schon Vokabeln lerne?

Weil viele Wörter mehr als eine Bedeutung haben und die meisten Übersetzungsfehler genau daher kommen: bekanntes Wort, falsche Bedeutung. Sensus trainiert das, was eine Vokabelliste nicht kann — die richtige Bedeutung am Kontext erkennen.

Ist Sensus kostenlos?

Echte Polyseme tauchen erst ab dem höheren Anfängerstoff auf, deshalb ist Sensus im Kern ein Vollversions-Modul. Im kostenlosen Bereich (bis Level L3) bekommst du einen Vorgeschmack; den vollen Umfang schaltet die Vollversion frei.

Jetzt ausprobieren

Den Einstieg in Sensus probierst du direkt aus — kein Account, keine Kreditkarte. Kostenlos starten →


← Zurück zur Übersicht · weiter zum Satzquiz oder zur Lektüre · mehr zur Lernmethode