Was ist das?

Der Vokabeltrainer baut deinen Grundwortschatz auf — nachhaltig, nicht für einen Tag. Statt einer langen Liste, die du einmal durchpaukst, lernst du in kurzen Runden mit wechselnden Spielmodi, und ein Box-System sorgt dafür, dass du genau die Wörter wiedersiehst, die du zu vergessen drohst.

Was übe ich hier?

Vokabeln — passend zu deinem Stand. Es gibt fertige Listen, die du direkt abonnieren kannst:

  • Lehrjahr 1 bis 4 — der Wortschatz, geordnet nach Lernjahr.
  • DCC — der frequenzbasierte Kernwortschatz (die häufigsten lateinischen Wörter).
  • Basis — der Grundwortschatz.
  • Passende Listen zur Lektüre — genau die Vokabeln zu den Texten, die du gerade liest.

Dazu kannst du eigene Listen anlegen — per Eingabe, CSV-Import oder mit dem Vokabelscanner (Schulbuchseite fotografieren → Abgleich gegen die Lapicida-Vokabel-DB).

Neu geordnet: Der Trainer hat jetzt klare Reiter — „Vokabeln lernen · Verwalten · Fortschritt“ — und die Listen sind farblich getrennt: Schullisten, deine eigenen Listen und abonnierte Listen. Deine eigenen Vokabeln sind jetzt vollwertig — mit Aussprache, Wortart, Stammformen und Ton, nicht mehr stumm und nackt. Schaltest du eine Liste ab, bleibt sie ab — auch nach dem Neustart und auf allen Geräten.

Auf den Auswahlkacheln stehen jetzt die grammatische Klasse (z. B. „– a –“, „– Deponens –“) und ein Fortschrittsbalken; im „Abtippen“-Modus tippst du jetzt standardmäßig die lateinische Form — für die meisten klarer. Wer möchte (besonders bei LRS), schaltet in den Einstellungen „Nur Latein abtippen“ aus und übt auch Deutsch→Latein; das schult die Verknüpfung in beide Richtungen und ist empfohlen. Eigennamen wie „Roma“ oder „Caesar“ erscheinen nicht mehr als Lernwort oder als falsche Antwort.

Wie übe ich hier?

In 13 Abfragemodi, die sich mit deiner Box-Stufe automatisch abwechseln — vom Umblättern über Silben-Zusammensetzen und Multiple Choice bis zu Tempo-Spielen wie Snake oder Circus Maximus. Der Wechsel hält das Lernen kognitiv aktiv und verhindert Gewöhnung. Wer gezielt auf eine Klausur lernt, bündelt mit dem Klausur-Modus alle unsicheren Karten (Box ≤ 2) in einer Fokus-Session.

Das Box-System — und warum es besser ist als Pauken

Jede Vokabel wandert durch ein 7-Boxen-System nach dem Leitner-Prinzip: richtig beantwortet → nächste Box (und du siehst sie seltener), falsch → sie kommt schneller wieder. So investierst du deine Zeit dort, wo sie wirklich fehlt. Das Box-System gilt übergreifend — abonnierst du eine neue Liste, in der ein Wort steht, das du schon kannst, fängst du damit nicht von vorne an; sein Box-Stand bleibt erhalten.

Der Unterschied zum Pauken vor der Klausur: Massiertes Lernen am Vorabend hält bis zur Arbeit — und ist danach weg. Verteiltes Wiederholen zum richtigen Zeitpunkt (Spaced Repetition) verankert Wörter dauerhaft (Cepeda et al., 2006). Deshalb lohnt es sich, deine Listen aktiv zu lassen: So bleiben auch Vokabeln aus früheren Lektionen frisch, statt zu verblassen. Mehr dazu in unserer Lernmethode.

Wie sehen die Hilfestellungen aus?

Du korrigierst deine Fehler selbst: Erst wenn du die richtige Antwort gesetzt hast, geht es weiter — kein Weiterklicken über einen Fehler hinweg. Und ein Flüchtigkeitsfehler wirft dich nicht sofort zurück: Beim ersten Fehler wird nur dein Streak zurückgesetzt, die Karte bleibt in ihrer Box (Soft-Reset). Erst der zweite echte Irrtum stuft sie herab.

Wie sieht das LRS-Feature hier aus?

Jede Wortart hat ihre eigene Farbe und ein eigenes Label (z. B. „Adj.“ für Adjektive) — ein visueller Anker, der besonders bei Lese-Rechtschreib-Schwäche hilft. Dazu auf Wunsch OpenDyslexic-Schrift, größeres Letter-Spacing, Dark Mode und Audio. Wem einzelne Spielmodi zu viel sind, der schaltet sie in den Einstellungen ab (nicht direkt im Trainer) — ohne dass der Box-Fortschritt verloren geht.

Wie lerne ich hier? Und wie hängt es zusammen?

Wörter stehen bei Lapicida nie allein: Dieselben Sätze begegnen dir über die Trainer hinweg wieder (markiert mit 🧠). Was du hier als Vokabel lernst, triffst du im Formentrainer, im Satzquiz, in Sensus und in der Lektüre erneut. So bauen sich Zusammenhänge auf — und ein Satz, den du erst in Teilen bestimmt hast, kannst du später ganz. Wissenschaftlich trägt das der Testing-Effekt (Roediger & Karpicke, 2006): aktives Abrufen verankert stärker als bloßes Wiederlesen.

Häufige Fragen

Warum ist das Box-System besser, als für die Klausur zu pauken?

Pauken hält bis zur Arbeit und ist danach weg. Das Box-System wiederholt jede Vokabel genau dann, wenn du sie zu vergessen drohst — so bleibt sie langfristig. Für die letzte Woche vor der Klausur gibt es zusätzlich den Klausur-Modus.

Muss ich alte Vokabeln von vorne lernen, wenn sie in einer neuen Liste stehen?

Nein. Das Box-System gilt listenübergreifend — ein Wort, das du schon kannst, behält seinen Box-Stand, auch wenn es in einer neu abonnierten Liste noch einmal vorkommt.

Kann ich eine Karte überspringen?

Ja — sie wird dann aber als Fehler gewertet und kommt schneller wieder.

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